Viele Finbooks-Nutzer fragen uns:
„Warum kann ich nicht einfach nur meine neuesten Transaktionen importieren?“
oder: „Ich habe meine früheren Steuerjahre bereits erklärt. Warum muss ich trotzdem meine gesamte Transaktionshistorie importieren?“
Der vollständige Import Deiner Transaktionshistorie – vom Beginn Deiner Krypto-Aktivitäten an – ist wichtig, weil eine korrekte Steuerberechnung auf den Daten früherer Transaktionen aufbaut.
Ohne diese Informationen kann Finbooks Anschaffungskosten, Veräußerungsgewinne, Verluste und Haltefristen nicht zuverlässig bestimmen. Diese Angaben sind jedoch für eine korrekte und nachvollziehbare Steuererklärung erforderlich.
Fehlende historische Daten können außerdem zu einem zu hoch berechneten steuerpflichtigen Gewinn führen, weil wichtige Informationen zur Ermittlung und Zuordnung der Anschaffungskosten fehlen.
In diesem Artikel erfährst Du, warum Du Deine vollständige Transaktionshistorie in Deinen Finbooks-Account importieren solltest.
Warum wird die gesamte Transaktionshistorie benötigt?
1. Korrekte Anschaffungskosten
Ohne vollständige historische Daten kann die Software den ursprünglichen Anschaffungspreis Deiner Kryptowerte möglicherweise nicht ermitteln.
In diesem Fall kann Finbooks für die Berechnung vorläufig Anschaffungskosten von 0,00 € ansetzen. Bei einer späteren Veräußerung würde dadurch der gesamte Veräußerungserlös als Gewinn berechnet – anstatt nur der tatsächlich erzielten Differenz zwischen Anschaffungs- und Veräußerungspreis.
2. Korrekte Wallet- und Kontostände
Wenn Du nur einen Teil Deiner Historie importierst, kann die erste erfasste Transaktion auf einer Wallet oder Exchange beispielsweise eine Auszahlung sein, obwohl der dazugehörige frühere Eingang fehlt.
Dadurch können falsche oder sogar negative Bestände entstehen, die sich auf nachfolgende Berechnungen auswirken.
3. Vermeidung falsch zugeordneter Veräußerungsgewinne
Fehlende Transaktionsdaten – insbesondere bei Transfers zwischen eigenen Wallets oder Exchanges – können dazu führen, dass zusammengehörige Bewegungen nicht korrekt erkannt werden.
Ein interner Transfer könnte dann fälschlicherweise als steuerlich relevanter Vorgang behandelt werden. Außerdem kann die Verbindung zu den ursprünglichen Anschaffungskosten und zum Anschaffungsdatum verloren gehen.
Für korrekte Steuerberechnungen, nachvollziehbare Berichte und eine konsistente Datenbasis solltest Du deshalb immer Deine vollständige Krypto-Transaktionshistorie importieren.
Beispiel: Falsche Gewinnberechnung bei einem unvollständigen Import
Erste Transaktion
Am 20. September 2022 kaufst Du 1 BTC für 20.000,00 €.
Zweite Transaktion
Am 1. Februar 2023 kaufst Du einen weiteren 1 BTC für 30.000,00 €.
Dritte Transaktion
Am 1. Mai 2023 verkaufst Du beide BTC für insgesamt 80.000,00 €.
Der Verkaufspreis beträgt somit 40.000,00 € pro BTC.
Korrekte Berechnung des Veräußerungsgewinns
Die gesamten Anschaffungskosten betragen:
20.000,00 € + 30.000,00 € = 50.000,00 €
Daraus ergibt sich folgender Veräußerungsgewinn:
80.000,00 € − 50.000,00 € = 30.000,00 €
Der korrekt berechnete Veräußerungsgewinn beträgt somit 30.000,00 €.
Berechnung, wenn nur die Transaktionen aus dem Jahr 2023 importiert wurden
In diesem Fall kennt Finbooks nur die Anschaffungskosten des im Februar 2023 gekauften BTC in Höhe von 30.000,00 €.
Da der Kauf aus dem Jahr 2022 nicht importiert wurde, fehlen die Anschaffungskosten des ersten BTC. Setzt das System diese deshalb vorläufig mit 0,00 € an, ergibt sich folgende Berechnung:
80.000,00 € − (30.000,00 € + 0,00 €) = 50.000,00 €
Der berechnete Veräußerungsgewinn beträgt dann 50.000,00 € und liegt damit 20.000,00 € über dem tatsächlichen Gewinn.
Dieses Beispiel zeigt, warum auch Transaktionen aus bereits abgeschlossenen oder erklärten Steuerjahren für die korrekte Berechnung späterer Veräußerungen benötigt werden.
