Ein negativer Tokenbestand entsteht, wenn du einen Token verkaufst oder tauschst (Outgoing- oder Trade-Transaktion), dein Bestand dieses Tokens zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht ausreicht, um die ausgehende Menge vollständig abzudecken.
Mit anderen Worten: Finbooks summiert alle bisherigen Transaktionen dieses Tokens innerhalb derselben Verbindung (Connection). Ergibt sich dabei, dass mehr Token ausgegeben werden, als zuvor eingegangen sind, entsteht ein negativer Tokenbestand.
In diesem Fall weist Finbooks dem fehlenden Teil des Tokenbestands automatisch Anschaffungskosten von 0 € zu. Diese Vorgehensweise entspricht einer konservativen und steuerlich zulässigen Berechnung, wenn keine Anschaffungskosten nachgewiesen werden können.
Dadurch kann der ausgewiesene Veräußerungsgewinn höher ausfallen als der tatsächliche wirtschaftliche Gewinn, da für den fehlenden Bestand keine Anschaffungskosten berücksichtigt werden.
Wären alle eingehenden Transaktionen korrekt importiert, würde Finbooks die tatsächlichen Anschaffungskosten verwenden und den Veräußerungsgewinn entsprechend präziser berechnen.
Die häufigste Ursache sind fehlende Eingangstransaktionen. Das kann beispielsweise passieren, wenn:
nicht alle Wallets oder Börsen mit Finbooks verbunden wurden;
Transaktionen aufgrund von API- oder CSV-Einschränkungen fehlen;
Einzahlungen oder interne Transfers noch nicht importiert wurden;
Transaktionen versehentlich gelöscht oder falsch kategorisiert wurden.
In diesen Fällen kann Finbooks die vollständige Anschaffungshistorie des Tokens nicht rekonstruieren.
Du hast grundsätzlich zwei Optionen:
Du kannst die Berechnung so belassen. Die Verwendung von Anschaffungskosten von 0 € für den nicht nachweisbaren Bestand stellt einen konservativen und steuerlich zulässigen Ansatz dar.
Alternativ kannst du die Ursache des negativen Bestands untersuchen und die fehlenden Transaktionen manuell hinzufügen oder die entsprechende Wallet bzw. Börse vollständig importieren.
Sobald der Tokenbestand wieder vollständig ist, berechnet Finbooks den Veräußerungsgewinn automatisch anhand der tatsächlichen Anschaffungskosten.
Woran erkennst du einen negativen Tokenbestand?
Wenn eine Transaktion einen negativen Tokenbestand verursacht, erscheint neben der betroffenen Transaktion ein entsprechendes Warnsymbol.
Bewegst du den Mauszeiger über das Symbol, zeigt Finbooks eine Erklärung an, warum der Veräußerungsgewinn mit Anschaffungskosten von 0 € berechnet wurde und wie du den Fehler beheben kannst.
Dasselbe Symbol findest du außerdem in den Transaktionsdetails direkt neben dem ausgewiesenen Veräußerungsgewinn.
Das Symbol wird außerdem in den Transaktionsdetails direkt neben dem berechneten Veräußerungsgewinn angezeigt.
Tipp: Ein negativer Tokenbestand ist in den meisten Fällen ein Hinweis darauf, dass Transaktionen fehlen – nicht darauf, dass die Steuerberechnung fehlerhaft ist. Bevor du deine Steuererklärung erstellst, solltest du sicherstellen, dass alle relevanten Wallets, Börsen und CSV-Dateien vollständig importiert wurden.



